Coole Tipps gegen Winterspeck

Wenn es draußen kälter wird, wollen wir uns gerne verwöhnen – mit langen Sofaabenden, Kalorien und Kerzenschein. Wir werden inaktiv und horten munter Knabbervorräte. Damit verhalten wir uns ähnlich wie die Waldmaus, für die das Ansetzen von Winterspeck überlebenswichtig ist.

Auch unsere Vorfahren waren auf körperliche Nahrungsmittelreserven angewiesen. Doch wer von uns kann sich heute noch wirklich für seine Speckröllchen begeistern? Hier erfährst du, wie du den Winterkilos ein Schnippchen schlägst und überflüssige Pfunde erst gar nicht an dich heran lässt.

 

Runter mit dem Heizungsregler!

Mag es draußen noch so kalt sein, in den meisten Wohn- und Büoräumen herrscht kuscheliges Mallorca-Klima. Der moderne Mensch kann es sich schließlich leisten, für eine behagliche Umgebungstemperatur zu sorgen. Unser Körper muss nicht mehr wie früher dafür arbeiten, um die richtige Temperatur zu halten.

Dabei haben Forscher, etwa aus den Niederlanden, Japan und England, unlängst herausgefunden, dass Temperaturschwankungen nicht nur unser Immunsystem puschen sondern auch Fettleibigkeit entgegenwirken. Demnach wird bei niedrigen Temperaturen unser sogenanntes braunes Fettgewebe aktiviert. Im Gegensatz zum weißen Fettgewebe sorgt es für einen erhöhten Energieumsatz und dafür, dass der Körper sich aufwärmt. Dabei sollen die Fettreserven nur so dahinschmelzen.

Müssen wir also frieren um abzunehmen? Nein, vom großen Bibbern im Schnee soll nicht die Rede sein. Gemeint ist eher ein moderates Kältetraining bei milden Temperaturen. Regle das Heizungsthermostat einfach hin und wieder herunter. Schon einige Grad weniger bringen deinen Stoffwechsel ordentlich auf Trab. Sorge für Temperaturreize und Abwechslung. Auch Wechselduschen und flotte Spaziergänge in kalter Winterluft helfen deinem Stoffwechsel auf die Sprünge. Ganz nebenbei kommt dies auch deinen Heizkosten zugute.

 

Raus aus dem Sessel – recken und strecken!

Im Winter werden viele von uns zu wahren Stubenhockern. Wir verbannen Fahrrad und Skateboard im Keller, klemmen uns für jeden Gang hinters Lenkrad und erklären Sessel und Sofa zu unseren besten Freunden. Kein Wunder, dass sich da viele bald schlapp und schlaff fühlen.

Dabei ist unser Körper auch im Winter in Topform! Wir müssen ihn nur fordern. Also raus aus dem Sessel und rein in warme, atmungsaktive Klamotten. Ein flotter Lauf – egal ob joggen, walken oder einfach nur gehen – wirkt Wunder, belebt und lässt den Stoffwechsel brennen.

Dabei muss es ja nicht gleich „echter“ Sport sein und auch nicht immer unbedingt draußen stattfinden. Recken, strecken, tanzen, wippen, tippen, Kissenschlacht – egal, Hauptsache irgendwie in Bewegung kommen.

Neue Studien belegen: Langes Sitzen bringt unseren Stoffwechsel (Metabolismus) ins Stottern. Auch der feine Regelkreis der Enzyme und Botenstoffe kommt durcheinander. Die Folge ist nicht nur ein erhöhtes Risiko für Fettleibigkeit. Alles deutet darauf hin, dass ein lahmgelegter Stoffwechsel ebenso das Risiko erhöhen kann, an Diabetes, Krebs, Demenz oder Depressionen zu erkranken.

Beruhigend: Es geht nicht um Leistungssport. Wichtig ist vielmehr, lange Sitzperioden zu unterbrechen. Schon wer einmal pro Stunde seinen Körper fordert, etwa durch Treppen steigen, kleine Gymnastikeinheiten o.ä. , kann den negativen Effekten des Still Sitzens entgehen.

Auch im Büroalltag lässt sich Bewegung einbauen. Benutze die Treppe, wo immer es geht. Wippe mit den Füßen. Laufe beim Telefonieren hin und her. Nutze die Mittagspause für einen kleinen Walk. Und gehe beim Papierchen Wegwerfen doch mal komplett runter in die Knie. So bekommt jeder Papierschnipsel seine eigene Kniebeuge.

Auf geht´s! Deinen Bewegungs-Phantasien sind keine Grenzen gesetzt.

 

Löffelweise gesund und schlank!

Nichts kann uns jetzt so verwöhnen wie ein Topf voll dampfender Suppe. Löffel für Löffel macht sie wohlig warm, satt und glücklich. Doch das Beste daran: Suppen können uns auch beim Schlankwerden unterstützen.

Fotocredit: Anette Hildebrandt
Fotocredit: Anette Hildebrandt

Das hat mit ihrer niedrigen Kaloriendichte zu tun: Aufgrund ihres hohen Wassergehalts liefern Suppen im Allgemeinen nur wenige Kalorien pro Kilogramm. Vorausgesetzt natürlich, du bist sparsam mit tierischen Fetten wie Käse, Schmand, Butter & Co.

Ein wenig Milch, etwas pflanzliches Öl, Jogurt oder Kokosmilch dürfen es aber schon sein. Auch Kartoffeln sind in Maßen erlaubt. Frisches Wintergemüse, Kräuter und sattmachende Proteine (Bohnen und Linsen) sorgen für die nötigen Vital- und Ballaststoffe. Wer´s mag kann sein Süppchen mit Chili oder Ingwer aufpeppen. Die kleinen Scharfmacher heizen deinem Körper extra ein und sorgen so dafür, dass sich deine Körpertemperatur – und damit dein Kalorienverbrauch – kurzfristig leicht erhöht.

Als gesunde Hauptspeise liefert Suppe dem Körper damit alles was er braucht, um lange satt zu sein. Als leichte Vorspeise hingegen kann das Süppchen bei wenig Kalorien soweit vorsättigen, dass das Hauptgericht anschließend kleiner ausfallen kann.

Doch aufgepasst bei Tütensuppen oder Fertigsuppen aus der Dose. Sie enthalten meist viel Salz, Transfette und Geschmacksverstärker. Bindet euch also besser selbst die Schürze um. Suppen lassen sich auch prima einfrieren, im Kühlschrank aufbewahren oder im Büro in der Mikrowelle erwärmen.

 

Winter-Teatime statt Latte und Marzipan

Wenn es frostig wird, ist auch die Zeit gekommen für heiße Schoki, Latte Macchiato XL, Glühwein und zuckersüßes Knabbergebäck. Das Problem: Die winterlichen Seelentröster treiben unseren Insulinspiegel nach oben. Ein Dominostein gesellt sich zum anderen. Und ehe wir uns versehen ist ein beträchtlicher Kalorienberg angefuttert.

Doch es gibt sie, die ebenso leckere aber deutlich schlankere Variante. Stichwort: Winter-Teatime!

Wintertee

Heißer Tee passt perfekt zur kalten Jahreszeit. Seine Kräuter regen den Stoffwechsel an, haben in vielen Fällen eine appetitschwächende Wirkung und beruhigen die Nerven. Probiere doch einfach mal verschiedene Teesorten aus und finde so deinen Lieblingstee. Kreiere deine ganz persönliche Teezeremonie mit Kerze, Lieblingsduft und gesunden Knabbereien. Hier ein paar Anregungen:

Matetee gilt als gesunder Muntermacher. Er enthält Mineralstoffe, Vitamine, aber auch Koffein und hat eine appetithemmende Wirkung.

Weißer Tee unterstützt die körpereigenen Abwehrkräfte und soll den Fettstffwechsel anregen.

Grüner Tee soll die Lust auf Süßes verringern. Er wirkt belebend und regt den Stoffwechsel an. Rundum gesund und besonders vitamin- und mineralstoffreich ist Ingwertee. Er kurbelt Verdauung und Stoffwechsel an.

Rooibostee gilt als natürlicher Appetitzügler. Er schmeckt leicht süßlich, wird gern mit Vanille kombiniert und enthält zahlreiche Mineralstoffe.

Je nach Teesorte und persönlichen Vorlieben kannst du deinen Tee mit Zimt, Ingwer, Vanille, Zitrone, etwas (geschäumter) Milch oder auch ein wenig Kokosblütenzucker verfeinern. Auch ein oder zwei Kekse sind erlaubt. Vorausgesetzt sie enthalten nur wenig Zucker, dafür aber viele Ballaststoffe, wie zum Beispiel Erdmandelkekse.

Ein Tipp: Backe dir doch deine eigenen Gesundheitskekse! Hierfür eignen sich auch traditionelle Rezepte. Du musst sie nur entsprechend abwandeln. Beispielsweise verwendest du anstelle von Kristallzucker Kokosblütenzucker und tauschst das helle Auszugsmehl gegen Dinkelvollkornmehl und etwas Chia oder Erdmandelmehl. Bon appétit!

Und was meinst du dazu?

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